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Joojeh Kabab — Persische Safran-Hähnchenspieße
Die persische Sommerklassik vom Grill: zartes Hähnchen, über Nacht in Joghurt, Zwiebel, Zitrone und Safran mariniert, bis es beim Grillen goldgelb glänzt und nach warmer Butter und Safran duftet. Serviert mit Safranreis, gegrillter Tomate und einem Hauch Sumach.
ZEIT: 45 Min + Marinade · PORTIONEN: 4 · LEVEL: ★★☆
Zutaten
- 1 kg Hähnchenbrust oder -oberkeule, entbeint, in 4 cm Würfeln
- 1 große Zwiebel, sehr fein gerieben
- 3 EL Griechischer Joghurt
- 1 gute Prise Safranfäden, im Mörser zerrieben
- 4 EL Heißes Wasser (zum Aufgießen des Safrans)
- 2 EL Zitronensaft, frisch
- 3 EL Olivenöl
- 50 g Butter, zum Bestreichen
- 1 TL Salz
- ½ TL Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 4 Stk Reife Roma-Tomaten (zum Mitgrillen)
- 1 EL Sumach, zum Bestreuen
- 400 g Basmati-Reis (als Beilage)
- 4 Stk Lavash oder Fladenbrot
- 1 Stk Zitrone, in Spalten
- 1 Handvoll Frisches Basilikum oder Estragon
Zubereitung
- Safranfäden im Mörser mit einer Prise Zucker fein zerreiben, mit 4 EL heißem (nicht kochendem) Wasser aufgießen und mindestens 15 Minuten ziehen lassen, bis die Flüssigkeit tief goldrot ist.
- Die Zwiebel auf der feinen Reibe reiben, den Saft in einer großen Schüssel auffangen — genau dieser Saft macht das Fleisch zart. Joghurt, Zitronensaft, Olivenöl, die Hälfte des Safranaufgusses, Salz und Pfeffer einrühren.
- Die Hähnchenwürfel in die Marinade geben und mit den Händen gründlich massieren, bis jedes Stück glänzt. Abgedeckt mindestens 4 Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
- Das Fleisch 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen. Auf flache Metallspieße stecken, dazwischen jeweils eine Tomatenhälfte. Nicht zu eng aufreihen, damit die Hitze rundum arbeiten kann.
- Grill oder Grillpfanne auf mittlere-hohe Hitze bringen. Spieße auflegen und nach 3–4 Minuten wenden, insgesamt 10–12 Minuten grillen. Das Fleisch soll außen leicht gebräunt, innen aber noch saftig sein — mit einer Fingerprobe: es gibt leicht nach, ist aber nicht mehr weich.
- Butter schmelzen, den restlichen Safranaufguss einrühren. Die fertigen Spieße großzügig mit der Safranbutter bestreichen — dabei glänzen sie tiefgelb und duften warm.
- Auf einer Platte mit Safranreis, gegrillter Tomate, Sumach, Basilikum und Zitronenspalten anrichten. Lavash daneben servieren, damit man die Stücke direkt vom Spieß ins Brot streifen kann.
Tipps aus der Küche
- Kein billiger Safran: Für Joojeh Kabab braucht es echten, faserigen Safran — der Aufguss muss tiefrot leuchten, sonst bleibt das Fleisch blass.
- Die geriebene Zwiebel ist der Trick für zartes Fleisch. Vor dem Aufspießen die Zwiebelfasern grob abstreifen, sonst verbrennen sie am Grill.
- Flache Metallspieße (Sikh) halten das Fleisch besser als Rundspieße und übertragen Hitze — falls du nur Rundspieße hast, dreh sie öfter.
- Nicht durchgaren! Hähnchenbrust wird bei über 12 Minuten trocken. Lieber einmal zu früh vom Grill nehmen und 3 Minuten unter Alufolie ruhen lassen.
- Für den Reis: nach dem Abgießen 2 EL Safranbutter mit einer Schöpfkelle Reis mischen und als goldene Krone oben auflegen.
- Reste am nächsten Tag kalt in Lavash mit Joghurt, Gurke und Minze rollen — ein perfektes Sommer-Sandwich.